Haldennutzungskonzept Ibbenbüren/4. IMPULSWERKSTATT

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Haldennutzungskonzept Ibbenbüren/4. IMPULSWERKSTATT
Am Dienstag, den 10. Dezember 2019 fand zum Abschluss der Werkstatt-Reihe eine weitere Akteurswerkstatt statt, in deren Rahmen das gemeinsam entwickelte Haldennutzungskonzept präsentiert und diskutiert wurde. Anschließend wurden entlang unterschiedlicher Entwicklungsbausteine die im Rahmen des Prozesses benannten Projektansätze weiter konkretisiert und verantwortlichen Akteuren zugeordnet. In einem ersten Veranstaltungsblock wurde der mit der Schnittstelle Kohlekonversion und der RAG vorabgestimmte, aktuelle Entwurf des Konzeptes „ Erlebnis Haldenlandschaft“ gegenüber potentiellen Projektverantwortlichen und regionalen Schlüsselakteuren der Kohleregion Ibbenbüren vorgestellt und anschließend mit diesen diskutiert. Das gemeinsam mit den Akteuren im Rahmen der Werkstätten schrittweise entwickelte, und durch die beauftragten Planungsbüros und die Schnittstelle Kohlekonversion ausgearbeitete Entwurfskonzept betont die unterschiedlichen landschaftsräumlichen und zeitlichen Rahmenbedingungen der beiden Halden und ordnet diesen dementsprechend jeweils geeignete Projektansätze zu: Demnach eignet sich die Halde Hopstener Straße aufgrund ihrer weitestgehend abgeschlossenen Rekultivierung und ihres naturnahen landschaftlichen Charakters in erster Linie für ruhige, landschaftssensible Nutzungen und Bewirtschaftungsformen. Auf der Rudolfschachthalde ist dagegen die „Baustelle“ noch in vollem Gange: In den Hochlagen finden nach wie vor Schüttungen von Bergematerial statt und die Rekultivierung ist erst in einigen Jahren vollständig abgeschlossen. Dieser vergleichsweise „rauhe, industrielle“ Charakter erlaubt die Ansiedlung neuer, innovativer Nutzungen wie die Erprobung Erneuerbarer Energien (Solarenergie) oder etwas „lautere“ aktive Sport- und Freizeitangebote. Dabei wird jedoch auch auf der Rudolfschachthalde darauf geachtet, dass sich diese neueren Nutzungsangebote verträglich in die Landschaft einfügen und Störungen vermieden werden. In einem zweiten Werkstatt-Block wurden entlang unterschiedlicher Entwicklungsbausteine Einstiegsorte und Wege, Waldbereiche, Innovationsterrassen/Säume, Hochflächen) in interdisziplinär besetzten Arbeitsgruppen die jeweils avisierten Projektansätze weiter konkretisiert. Neben der Klärung notwendiger Rahmenbedingungen und Voraussetzungen ging es auch darum, gemeinsam konkret darüber nachzudenken, was vor dem Hintergrund der nun vorliegenden gemeinsamen Planung erste Schritte zur Konkretisierung und Realisierung des Projektvorschlages sein können und was es dafür an Unterstützung/Begleitung braucht. Anschließend wurden am für diese Veranstaltung weiterentwickelten Arbeitsmodell für beide Halden kurz-, mittel- und längerfristige Perspektiven gemeinsam diskutiert und seitens der Schnittstelle Kohlekonversion ein Ausblick auf die nächsten Schritte der Projektentwicklung in 2020 gegeben. Schließlich fand am Montag, den 16. Dezember 2019 im „Ratssaal der Stadt Ibbenbüren“  eine zusammenfassende Informationsveranstaltung  für die Öffentlichkeit zum Gesamtprojekt der Kohlekonversion in Ibbenbüren statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde auch der aktuelle, im Zuge der Impulswerkstatt-Reihe gemeinsam erarbeitete Stand des Haldennutzungskonzeptes öffentlich vorgestellt und diskutiert.