Dorfentwicklung Meschede-Berge

Dorfentwicklung Meschede-Berge

Bürgerschaftliches Engagement der Luziaschule als Basis

Es existiert eine Vielzahl von Umweltprojekten und Engagements der Luziaschule an der Arpe. Die Schule ist seit Jahren Pächter des Gewässers und trägt damit dauerhaft Verantwortung für ihren Bach. Die Arpe spielt im Bewusstsein der Schule und der Schüler, aber auch im Bewusstsein des Dorfes insgesamt eine sehr wichtige Rolle. Vor diesem Hintergrund und der besonderen räumlichen Situation der Schule in unmittelbarer Nähe zur Arpe ergaben sich sehr gute Voraussetzungen für die beispielhafte Entwicklung eines querschnittsorientierten Gesamtprojektes, das sowohl der Schulumfeldgestaltung/Lern-Landschaft der Luziaschule, der Dorfentwicklung Berge sowie der gewässerökologischen Entwicklung des Arpebaches insgesamt Rechnung trägt:

Lern-Landschaft in der Umgebung der Schule

Als erstes Einstiegsprojekt wurde gemeinsam mit Schülern und Eltern ein „blau-grünes Klassenzimmer an der Arpe“ als Schulumfeldgestaltung der Luziaschule realisiert, in Verbindung mit der Aufweitung des Arpebaches und des Anlegens eines Flachwasserbereiches zum Wassererleben. Ziel war es, in diese Entwicklung von Anfang an auch gewässerökologische Maßnahmen sowie Überlegungen zur Dorfentwicklung miteinzubeziehen.

Dorfinnenentwicklung

Ausgehend von der gemeinsamen Schulumfeldgestaltung wurde im Anschluss daran die Überarbeitung des über 20 Jahre alten Dorf-entwicklungskonzeptes für Meschede-Berge angestoßen. Die Schulumfeldgestaltung und Dorfentwicklung in Berge wurde anschließend in die LEADER-Bewerbung der Stadt Meschede gemeinsam mit Schmallenberg und Eslohe integriert.

Gewässerökologische Maßnahmen an der Arpe und Entwicklung des Arpetals insgesamt

Ausgehend vom Initialraum Meschede-Berge ließen sich die Bereiche vor und hinter diesem Projekt anschließend mit in die Entwicklung einbeziehen und damit das Arpe-Tal insgesamt in Angriff nehmen (Berücksichtigung KNEF und Umsetzungs-fahrpläne). Ein regionaler Fahrradweg (LEADER gefördert) wird im Sinne eines überzeugenden Tourismus-Konzeptes angebunden.

Vorgehensweise/Beteiligungsverfahren/Workshopmethoden

Über regelmäßige Lenkungskreiseunter Beteiligung aller relevanten Schlüsselakteure aus Bürgerschaft und Verwaltung wurde die gemeinsame Projektentwicklung koordiniert.

In sehr kurzer Zeit konnte das beispielhafte Einstiegsprojekt zur Gestaltung eines „blau-grünen Klassenzimmers an der Arpe“gemeinsam konzeptionell und planerisch konkretisiert und anschließend realisiert werden: So wurden im Mai 2014 im Rahmen einer kleinen Planungswerkstattmit den Projektbeteiligten, den Flächeneigentümern, der Stadtverwaltung und einem Planungsbüro die Konkretisierung einfacher, beispielhafter Umsetzungsmaßnahmen zur „Lern-Landschaft an der Arpe“ erstmalig erörtert. Hierbei wurde die Errichtung des blau-grünen Klassenzimmers mit sehr einfachen Mitteln im Rahmen der gewässerökolog. EU-WRRL-Maßnahme realisiert (Anlage eines Flachwasser-bereiches, Positionierung von Tritt- und Sitzsteinen), und dessen Zugang möglich gemacht. Ein großer Teil der für die Förderung not-wendigen Eigenmittel wurde in Abstimmung mit der UWB und der Bezirksregierung durch praktische Eigenleistung(Schüler/Lehrer/Eltern/Dorfgemeinschaft) auf der Baustelleerbracht. Auf diese Weise ist es gelungen, noch in 2014 das Startprojekt zu realisieren.

Im Rahmen weiterer Werkstatt-Terminewurde gemeinsam mit allen relevanten Schlüsselakteuren entlang der Arpe in Berge eine Analyse-Karteerarbeitet, welche anhand von 4 thematischen Bereichen (Gewässerökologie, Dorfentwicklung, Bildung/Lern-landschaft, Naherholung/Tourismus) den Status Quo und die räumlichen Entwicklungspotenziale in Berge für ein integriertes Gesamtprojekt entlang von Arpebach und Wenne aufzeigt und laufend weiterentwickelt werden soll.

Ergebnisse / nachhaltige Wirkung

Das entwickelte Gesamtkonzept für Meschede-Berge wurde integriert in die LEADER-Bewerbung der Stadt Meschede. Darüber hinaus wurde vereinbart, eine Dorfentwicklungswerkstatt durchzuführen, in deren Rahmen das Konzept fortentwickelt und modellhafte Einstiegsprojekte weiter konkretisiert werden.

Nähere Informationen unter:

www.bergisches-rheinland.de

In Kooperation mit

Region Köln/Bonn e.V.

Rheingasse 11
50676 Köln

www.region-köln-bonn.de